TSV Rot Weiß Auerbach - Volleyball

Sonntag ohne Happy End

Zumindest für unsere ersten Damen. Viele Ungenauigkeiten im Spiel der Auerbacherinnen sorgen für einen 1:3 Spielverlust im zweiten Saisonspiel der Regionalliga Südwest gegen die Auswahl-Mannschaft des Volleyballstützpunktes diesen Sonntag.

Die jungen Mädels der Auswahl bereiteten den Bergsträßerinnen am Sonntagmittag Schwierigkeiten mit ihren druckvollen Aufschlägen. Die Annahme streute stark, so dass Monika Liepolt auf der Stellposition nicht alle Angriffsoptionen ziehen konnte. Oft blieb nur ein hoher Ball auf Außen. Anfangs agierten die TSV Damen zudem zu zaghaft im Angriff. Mitte des ersten Satzes berappelten sie sich jedoch und konnten einige Punkte verbuchen – man konnte meinen, nun sei Auerbach im Spiel. Doch dann sorgten drei unkonzentrierte Minuten und schnelle Punktverluste für den 23:25 Satzverlust.

Im zweiten Durchgang zeigte sich ein ähnliches Bild. Anfangs ein paar Punkte verpasst, dann einen 13:19 Rückstand gut aufgeholt zum Ausgleich bei 19:19 bzw. 20:20. Und dann kam erneut eine Phase des Abschaltens, in der nichts gelingen wollte. Abgewehrte oder sogenannte Dankebälle hatten eine starke Streuung, die Angriffe gingen „gezielt“ ins Aus, hier ein Ball versprungen, da eine Unstimmigkeit im Spiel und schon war auch der zweite Satz mit 21:25 verloren.

Neues Spiel, neues Glück hieß es dann im dritten Satz, letzte Chance, es gab nichts mehr zu verlieren. Endlich legten die Auerbacherinnen gleich zu Satzbeginn los. Die Angriffe wurden nach dem Motto „Augen zu und durch“ ausgeführt. Hatte man doch in den letzten beiden Sätzen bereits festgestellt, dass gezielt schlagen zum Einen nicht immer im Feld landet und zum anderen von den jungen, beweglichen Auswahlspielerinnen locker erlaufen wird. So ging die TSV mit 10:4 in Front und baute den Vorsprung weiter aus (15:6 und 22:12). Der nun schon bekannte Durchhänger kam auch in diesem Durchgang, doch Auerbach lag so deutlich vorne, dass der 25:16 Satzgewinn zu keiner Zeit in Frage stand.

Für Satz vier schworen sich die Bergsträßerinnen ein: „Voller Fokus auf diesen Durchgang, Punkt für Punkt, Fehler abhaken – zuerst einmal diesen Satz unbedingt gewinnen!“ so die Ansage von Stellerin Monika Liepolt.

Nach einige unglückliche Aktionen gleich zu Beginn lief Auerbach jedoch wieder einem Rückstand hinterher. Die Annahme zu dicht ans Netz und in der sehr motivierten Abwehr ließen sich die TSV Damen immer wieder dazu verleiten, zu weit ans Netz aufzurücken – was bei den lang geschlagenen Angriffen der Stützpunktmädels regelmäßig für deren direkte Punkte sorgte. Also hieß es wieder: rankämpfen. Das Satzfinale wurde dramatisch. Nachdem Auerbach 21:19 vorne lag, zog die DVV Auswahl dann kurz darauf mit 21:22 vorbei, um anschließend wiederum Auerbachs Satzball bei 24:23 abzuwehren. Es ging hin und her. Beim Stande von 25:25 landete ein Rückraumangriff der TSV Damen im Netz.

“Den Ball hab ich versemmelt”, so Petra Stauch nach dem Spiel. „Der war klar für Alex Werner gestellt – ich stand auf der Außenposition. Keine Ahnung, was mich da geritten hat, ihr den Ball da hinten weg zu nehmen. Sie ist super-stark im Rückraum stand noch dazu klar besser zum Ball – ich konnte ihn eigentlich nur verschlagen. Mein Fehler!“ Den anschließenden Matchball verwandelten die Auswahl-Mädels zum 25:27´.

Monika Liepolt zeigte sich anschließend verärgert. Wenn sich alle Spielerinnen auf ihre Aufgaben auf den jeweiligen Positionen besinnen würden, nicht zu viel nachdenken und Fehler abhaken würden, wäre hier zumindest ein Punkt, wenn nicht sogar mehr drin gewesen. Kommenden Samstag spielen die Bergsträßerinnen in Heusweiler im Saarland gehen proWIN Volleys TV Holz II, eine bislang unbekannte Mannschaft. Hier gilt es, den Fokus wiederzufinden – im Grunde genau das umsetzen, was das Schild an der Hallentür in der Wiesbadener Halle am Platz der Deutschen Einheit heute besagte (siehe Beitragsfoto) – und die Stärken wieder mehr auszuspielen.

Es spielten. K. Driemeyer, T. Helfrich, L. Holz, I. Kirchenschläger, M. Liepolt, I. Pfenning, P. Stauch, L. Weihrauch, A. Werner

Petra Stauch

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