U20 verpasst Qualifikation zum Hessenjugendpokal knapp

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Waldgirmes, 21.12.19 – Die weibliche U20 der TSV Auerbach unterliegt mit 15:17 im entscheidenden Satz bei der Qualifikation zum Hessenjugendpokal. Nach zwei klaren Siegen in der Vorrunde für die Rot-Weißen war der Gegner TV Lieblos im Halbfinale am Ende nervenstärker und qualifizierte sich mit dem Einzug ins Finale gleichzeitig für den Hessenjugendpokal. Für die Auerbacherinnen blieb nach einer weiteren Niederlage im bedeutungslosen Spiel gegen den Ausrichter TV Waldgirmes nur der vierte Platz.

Auerbach trat ohne die weiterhin verletzte Mittelangreiferin Eurona Spahiu und Universalspielerin Leonie Konietzka das Qualifikationsturnier in Waldgirmes an. Außerdem war Marlene Rieger bei einer parallel stattfindenden Kadermaßnahme. So bestand das Auerbacher U20 Team wiedermal aus deutlichen jüngeren Spielerinnen (Altersdurchschnitt 15).
Trotzdem konnte im ersten Spiel die auch aus der JGK bekannten Mädels der TGS Offenbach-Bieber klar geschlagen werden. Nach einer 18:8 Führung im ersten Satz, häuften sich zwar Annahme- und Angriffsfehler und Auerbach gab 8 Punkte in Folge ab, nur um selbst mit 7 Punkten in Folge den Satz zu holen (25:16). Im zweiten Satz blieb Auerbach konsequent und gewann mit 25:7.
Der zweite Gegner, Ausrichter TV Waldgirmes, war dann ein anderes Kaliber. Mit einer Oberligaspielerin, die viel Verantwortung übernahm und die Unerfahrenheit des Schiedsgerichts bezüglich Aufstellungsfehlern ausnutzte, um die stärksten Spielerinnen optimal in der Annahme zu positionieren. Der erste Satz war dann auch sehr eng, die Führung wechselte ständig und kurz vor Schluss setzte sich die Gastgeberinnen 22:19 ab. Doch Auerbach kam mit einer guten Feldabwehr und starken Angriffen zurück und sicherte sich den Satz knapp 25:23. Im zweiten Durchgang konnte Auerbach bei 7:6 erstmals in Führung gehen. Beim 16:16 war Waldgirmes nochmal dran aber mit 4 schnellen Punkten setzte sich Auerbach endgültig ab und gewann schließlich 25:19.

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Als Gruppenerster ging es dann ohne Pause in das entscheidende Spiel des Tages, das dritte in Folge. Mit dem TV Lieblos wartete ein Gegner, der in seiner Vorrundengruppe nur knapp den ersten Platz verfehlt hatte. Auerbach ging von Beginn an in Führung, Lieblos kam aber immer wieder heran. Erst mit dem 13:7 setzten sich die Rot-Weißen ab und konnten in der Folge auf 20:9 davon ziehen. Den ersten Satz gewannen sie dann klar mit 25:16, konnten aber das Momentum nicht mit in den zweiten Satz nehmen. Mit mehreren individuellen Fehlern bauten sie den Gegner auf, der sich nun im Angriff mehr zutraute. Erst nach 0:10 kam Auerbach erstmals zum eigenen Aufschlag. Zwar konnten sie den Rückstand im Verlaufe des Satzes noch auf 5 Punkte verringern (11:16), fanden aber zu keinem Zeitpunkt ins Spiel zurück und verloren deutlich mit 15:25. Im entscheidenden Tie-Break lief es zwar besser, doch Lieblos war jetzt richtig gut eingespielt, während bei den Auerbacherinnen immer noch etwas Selbstvertrauen fehlte. Im Satzverlauf wechselte ständig die Führung, kurz vor Ende lagen die Bergsträsserinnen mit zwei Punkten vorn (13:11). Doch mit je einem Aufschlag-, Angriffs- und Annahmefehler hatte man plötzlich Matchball gegen sich. Auch Lieblos zeigte Nerven, ebenfalls mit einem Aufschlagfehler und einem Fehler im Angriff nach starkem Aufschlag von Theresa Wenderoth hatte Auerbach nun Matchball (15:14). Doch es reichte nicht für Auerbach. Nach zähem Kampf konnte Lieblos die entscheidenden Punkte zum 17:15 holen und sich für den Hessenjugendpokal qualifizieren.
Im nun bedeutungslosen Spiel um Platz 3 (dem vierten Spiel in Folge ohne Pause und erneut gegen TV Waldgirmes) war die Luft auf beiden Seiten raus. Trainer Willi Zeig machte die Vorgabe, zum Abschluss noch einmal ohne Druck aufzuspielen, mutig im Angriff zu sein und keine Angst vor Fehlern zu haben. Nach dem langen Tag und der Ernüchterung ob der verpatzten Qualifikation gelang das zumindest phasenweise. Trotzdem gingen beide Sätze an die Gastgeberinnen (21:25, 23:25).

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Die Enttäuschung ist natürlich groß, da mit SC Königstein und TV Lieblos nun zwei definitiv schlagbare Gegner zum Hessenjugendpokal fahren und auch die anderen Gegner aus der Landesliga zumindest in Reichweite waren. Auf der anderen Seite fehlte fast die gesamte Saison die beiden erfahrensten U20-Spielerinnen und der Rest darf (bis auf Erza Spahiu) noch mindest zwei Jahre U20 spielen. Nach dem Umbruch Ende letzter Saison kann Auerbach zuversichtlich auf die kommenden Saisons schauen.

Für Auerbach spielten: Kristin Driemyer, Hanna Heller, Laetitia Holz, Hannah Schäfer, Erza Spahiu, Theresa Wenderoth, Carla und Mia Zuckschwerdt. Trainer: Willi Zeig.

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