(Wieder) Punkte aus dem Odenwald

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Okay – okay, realisiere gerade, dass es bereits einen solchen Artikel mit ähnlicher Überschrift von vor einem Jahr gibt, nichts desto trotz ist es immer wieder erfreulich, wenn die 1-Stunde 15-minütige Anfahrt in den tiefen Odenwald nicht nur mit Spaß am Spiel, sondern auch mit Pünktchen belohnt wird.

Aber nach Spaß im Spiel sah es zunächst nicht aus. Nachdem die Anfahrt zur Halle in Michelstadt (nicht Michelwald…) einmal mehr unterschätzt wurde („halb eins losfahren reicht, sind doch nur Schiedsgericht. ..“) und auch der angepeilte mittägliche Leberkäs vor Ort nicht mehr eingenommen werden konnte, wurde erstmal ein höchst ereignisloses wie unter-klassiges Spiel geschiedst. „Sach mal, spielen wir eigentlich auch so grottig?“, war nur ein Kommentar zu einer Spielleistung, die unter dem Niveau der Egelsbacher und Erbacher war. Beide Mannschaften können deutlich besser, bekamen aber die Handbremse nicht los, oder wollten/ bzw. mussten nicht, denn Erbach gewann das Spiel äußerst deutlich in 3 Sätzen und weniger als 60 Minuten Gesamtspieldauer.

die Odenwald Reisegruppe - es fehlt im Bild Uli

die Odenwald Reisegruppe – es fehlt im Bild Uli

So etwas hilft natürlich an den zum allgemeinen Unbill neuerlich eingeführten Dreier-Spieltagen, vor allem, wenn man nach dem Spieltag noch gemeinsam etwas essen gehen möchte. Dann nimmt man auch mal „grottig“ in Kauf, Hauptsache schnell fertig …

Unser erstes Spiel war dann das zweite des Tages gegen den Gastgeber und haushohen Sieger des ersten Spiels, das den Erbachern nur zum Warm-werden gereicht haben musste, angestrengt hatten sie sich nicht.

Auerbach in etwas ungewohnter Aufstellung mit Eike auf Diagonal und Tony im Zuspiel, frisch von einer drei-wöchigen Dienstreise aus China zurück noch kräftig „ge-jet-lagt“. Die Konfusion löste sich nur schwer auf, aber es half, als Kristina im zweiten Satz die zweite Stellerposition einnahm und Eike wieder wie gewohnt auf Außen ging: nach einem verlorenen ersten Satz gegen deutlich aufgewecktere Erbacher, gewann Auerbach den zweiten Satz deutlich. Der dritte ging wieder an Erbach, die über zwei junge Männer ordentlich Druck aufbauen konnten. Sowieso ging es deutlich munterer zu und einige ansehnliche Ballwechsel wurden vom durchaus fairen Publikum goutiert und gefeiert. Satz Nummer Vier ging wieder an Auerbach, so dass der Tie-Break erreicht war und entscheiden musste.

Dieser ging nahezu ohne Breaks über den Seitenwechsel hinaus, bis ein paar krachende Blockaktionen (immer schön, wenn der Ball deutlich vor dem Angreifer auf den Boden prallt) den Erbachern den Schneid abkaufte und die Auerbacher den letzten Punkt machen konnten. Das Spiel hatte wirklich Spaß gemacht, auch wenn ein Punkt im Odenwald blieb.

Das Spiel gegen Egelsbach war wie erwartet nicht das Härteste bzgl der Gegenwehr, dennoch das härtest-denkbare für Auerbach, denn siehe oben: der fehlende Leberkäs zum Mittag zeigte seine Wirkung und Muskelkraft und Konzentration ließen nach dem 5-Satz-Krimi deutlich nach. Am Ende konnten zwar alle Sätze gewonnen werden, aber von „deutlich…“ keine Spur. Lediglich sehenswert, wie Kristina den 1.95 m Angreifer der Egelsbacher mal eben wegblockte.

Freude nach fünf hart erkämpften Punkten

Freude nach fünf hart erkämpften Punkten

Wie auch immer: der Tag endete (wichtig: verletzungsfrei!) vergnüglich bei diversen Kochkäs-Schnitzeln in der alten Dorfmühle in Auerbach und mit der Erkenntnis, dass 75 Minuten in den Odenwald zu fünft im Auto nicht nur klimafreundlich sondern auch recht lustig sein können.

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